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Bericht Jahreshauptversammlung 02.11.2017

1918 und 25 gehören zusammen = das neue Kissinger Sommer Programm und der Förderverein Kissinger Sommer

Am letzten Wochenende war es wieder soweit: dem Förderverein wurde das neue Programm des Kissinger Sommers vorgestellt. Aber zunächst galt es, das alte Vereinsjahr abzuschließen.

 

Der Vorsitzende Anton Schick begrüßte im Kurgartencafe. Bei Antipasti gab es einen Rückblick auf das alte Jahr, mit 960 Mitgliedern kratzt der Verein nach wie vor an der 1000er Grenze, die er nur kurz einmal bezwungen hatte, ist aber gesund und vor allem finanzstark. Das freut wieder die Stadt und den Intendanten. Dieses Jahr konnten 75000 Euro zur Verfügung gestellt werden, insgesamt hat der Verein in seinen inzwischen 25 Jahren Existenz zu Kissinger Sommer und Kissinger Klavierolymp über 2,1 Millionen Euro beisteuern können, eine beträchtliche Summe, die sicher auch entscheidend zur Programmgestaltung hat beitragen können. Die Schatzmeisterin Martha Müller führte nochmal aus, wie sich die Einnahmen und Ausgaben zusammensetzen; manch anderer Verein würde sich freuen, wenn ein ähnlich hoher Prozentsatz der Einnahmen für das Vereinsziel, in diesem Fall die Förderung der Kunst, zur Verfügung stellen könnte. Die Entlastung des Vorstands erfolgte folgerichtig nach Vorstellung der Kassenprüfung durch Peter Müller einstimmig mit einer Enthaltung.

Im Mittelpunkt des Abends stand die Vorstellung des Programms, das zeigte, wie jung und aktiv ein Festival sich präsentieren kann, auch wenn sogar der Förderverein schon 25 Jahre alt ist. 1918 ist das Motto, Aufbruch in die Moderne, das sieht man im Programm, das von Edward Elgar und George Gershwin eingeklammert viele interessante und in der Zusammensetzung einmalige Kunstereignisse darstellt.  Lobgesang von Mendelsohn, einig für Bad Kissingen inzeniert von den Bremern in der Fortsetzung des einzigartigen Sommernachtstraums, den wir im letzten Jahr erleben durften, ist nur ein Beispiel. Mit der Mexikanerin Alondra de la Parra ist auch diese Jahr wieder eine interessante Dirigentin bei uns zu Besuch. Sicher ist eins: wer nicht kommt im Sommer 2018, der wird etwas erpasst haben, was es nicht einfach an der nächsten Straßenecke nachzuholen gibt. Unter dem Motto schwarz und weiß sind einige Klavierkonzerte zu finden. Und dann darf man natürlich auf die vier Jahreszeiten von Vivaldi im Innenhof des Luitpoldbads gespannt sein, ein ganz besonderes Ambiente verspricht da ein unvergessliches Musikerlebnis. Bad Kissingen ist auf dem Weg, einzigartig zu werden.

Auch die vielen engagierten Solisten sollte man sich nicht entgehen lassen. Da geben sich Sol Gabetta, Janine Jansen, Elisabeth Leonskaja, und viele andere die Hand. Und auch wer Menahem Pressler hören möchte, sollte sich auf den Weg machen. Wenn sich so viele Größen ein Stelldichein geben, dann ergeben sich auch Gelegenheiten: Gipfeltreffen mit Janine Jansen, Sol Gabetta und Alexander Gavrylyuk spielen Rachmaninov und Prokofiew.

Natürlich ist die Liste unvollständig – Sie müssen eben selber schauen, im Programmbuch schmökern, Events aussuchen, die Qual der Wahl verspüren..… den Mund haben wir Ihnen hoffentlich schon wässrig gemacht. Auf ein Wiedersehen im Sommer, im Kissinger Sommer!

Dr. Elisabeth Müller