04.08.2026
Ohne den Förderverein Kissinger Sommer mit Anton Schick, Hans-Ulrich Finger und Martha Müller würde das Festival nicht funktionieren.
Das aktuelle Ziel sind 1000 Mitglieder.
In jedem Jahr wird um jeden Cent für die Finanzierung des Kissinger Sommers gerungen und gekämpft. In jedem Jahr freut sich Intendant Alexander Steinbeis über jeden neuen Förderer, jede neue Spende. Und in jedem Jahr vergisst Steinbeis nicht, einem Verein zu danken, der seit 34 Jahren nur einen Zweck hat: Geld für den Kissinger Sommer zu sammeln. Der „Förderverein Kissinger Sommer“ steht nun kurz davor, die magische Grenze von 1000 Mitgliedern zu knacken – und wenn die Grenze erreicht ist, loben Steinbeis und der Förderverein ein besonderes Gutzerl unter den Neumitgliedern aus: ein Gourmet-Essen im Sternerestaurant „Laudensacks Parkhotel“.
Der Förderverein ist mittlerweile der größte Sponsor des Festivals. Seit 34 Jahren opfern dazu Anton Schick Senior (Vorsitzender), Hans-Ulrich Finger (Vize) und Martha Müller (Schatzmeisterin) ihre Zeit – und manchmal auch Nerven. Wobei Martha Müller für alle spricht: „Wir haben große Freude an unserer Aufgabe.“
Das Trio versteht sich gut, kennt sich lange. Martha Müller: „Anton ist der Kopf, ich bin die Seele, Hans-Ulrich der Kontrolleur.“ Dieser Kombination und dem langen Atem der drei ist es zu verdanken, dass in der Zeit seit 1992 insgesamt 2,3 Millionen Euro zusammengekommen sind, die für ausgesuchte Konzerte als Unterstützung verwendet werden.
Das passiert mit dem Geld: Jeder Cent der Spenden geht an die Stadt als Veranstalterin des Festivals. Nur: Dabei bleibt es nicht. Denn dazu zahlte der Förderverein mittlerweile insgesamt 140.000 Euro für den seit 1999 ausgelobten Luitpoldpreis: 5000 Euro für junge Spitzenmusiker. Auch Pianist Igor Levit, mittlerweile Weltstar, gehörte einst dazu.
Daneben hat der Förderverein den Kissinger Klavierolymp seit 2003 mit 135.000 Euro unterstützt. Der Olymp wird zusätzlich aus den Reihen der Mitglieder finanziert.
Und ohne weitere Förderung geht es nicht: Die Anton und Katharina Schick-Stiftung sorgt seit 2018 dafür, dass die „Liederwerkstatt“ weiter existieren kann. Das freut die Stiftungsgeber sehr, denn so werde gesichert, dass modernes Liedgut und zeitgenössische Musik den KiSo weiterhin bereichern. Anton Schick: „Das sind die jungen Musiker und Musikerinnen, die später in den allermeisten Fällen international Karriere machen.“
Es sind kleine Beträge (ein Einzelmitglied kann etwa mit jährlich 75 Euro den Kissinger Sommer unterstützen) und große, die aufs Konto des Fördervereins gehen. Im Schnitt hat der Verein den KiSo bislang jährlich mit 80.000 Euro unterstützt.
Die Summe ergänzt die Finanzierung des Kissinger Sommers, die so aussieht: Stadt Bad Kissingen (750.000 Euro) Freistaat Bayern (300.000 Euro), dazu Förderungen vom Landkreis Bad Kissingen und vom Bezirk Unterfranken machen ein Gesamtbudget von etwa 2,6 Millionen Euro aus, darin enthalten sind die Erlöse aus den Ticketeinnahmen mit rund 1,4 Millionen Euro.
Dass Alexander Steinbeis vor fünf Jahren unter über 40 Bewerbern als Sieger hervorging, „hat uns alle wahnsinnig gefreut“ so Martha Müller. „Seine Frische tut Bad Kissingen und dem Festival gut. Er war und ist für uns ein Sechser im Lotto.“ Was sich auch an den Zahlen der Vereinsmitglieder ablesen lässt: „Von 2024 auf 2025 haben wir 150 neue Mitglieder gewinnen können“, sagt Hans-Ulrich Finger.
Wer 34 Jahre lang eng am Festival arbeitet, kann ehrlicherweise nicht nur Positives erzählen. So fiel nach der Gründungsintendantin Kari Kahl-Wolfsjäger, die das Festival 30 Jahre lang leitete, ihrem Nachfolger Tilmann Schlömp die unglückliche Rolle zu, während Corona das Festival führen zu müssen. „Schlömp wurde aus unserer Sicht von der Stadt alleine gelassen - Wir haben ihn unterstützt und einen kleinen Ersatz-Kissinger Sommer aus der Taufe gehoben.“
Einfluss auf das Programm nimmt der Verein übrigens nicht, „erstens geht das gar nicht und zweitens vertrauen wir auf Alexander Steinbeis“, so Martha Müller. Und auf den können sie sich im Hinblick auf Werbung für den Verein rundum verlassen. Denn Steinbeis wird nicht müde, vor fast jedem Konzert die Trommel zu rühren: „Helfen Sie uns, die 1000-Mitglieder-Grenze zu knacken“, appelliert er ans Publikum.
Und damit das noch ein wenig einfacher fällt, haben sich Alexander Steinbeis und Martha Müller ein Zückerchen ausgedacht. „Es fehlen noch 15 Mitglieder, dann haben wir die Tausend. Wer jetzt Mitglied wird, kommt in einen Lostopf. Daraus ziehen wir den Gewinner oder die Gewinnerin, die mit Martha und mir einen Abend im Laudensacks Parkhotel kulinarisch verwöhnt wird,“ verspricht Alexander Steinbeis.
Anton Schick (86), Martha Müller (76) und Hans Ulrich Finger (84) machen den Job, der in Spitzenzeiten auch ein Halbtagsjob sein kann, gern. Aber sie sind realistisch, schließlich werden sie nicht jünger. Hans Ulrich Finger: „Wir wollen die Kirche im Dorf lassen. Ja, es ist Arbeit, aber die hat eine ehrenamtliche Feuerwehr auch. Momentan sind wir für drei weitere Jahre gewählt worden, danach machen wir uns darüber Gedanken.“
Anton Schick fügt an: „Ich werde den Vorsitz machen, bis es wirklich nicht mehr geht. Es ist für mich auch eine familiäre Verpflichtung – denn mein Großvater hat den Regentenbau mitgebaut.“
12.11.2025
Mitgliederversammlung des Fördervereins Kissinger Sommer 2025
Am 3. November fand im stimmungsvollen Ambiente des Kurgarten Cafés die jährliche Mitgliederversammlung des Fördervereins Kissinger Sommer statt. Der 1. Vorsitzende Anton Schick eröffnete die Sitzung und blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Besonders erfreulich war der fulminante Festivalsommer, in dem der Förderverein mit seinem Engagement gleich vier Konzerte unterstützte – ein sichtbares Zeichen für die enge Verbundenheit von Verein und Festival. Ein besonderer Erfolg gelang auch im Bereich der Mitgliederwerbung: Dank des neuen, liebevoll betreuten Fördervereinsstandes bei allen Konzerten im Max-Littmann-Saal konnte die Mitgliederzahl um mehr als 150 Personen gesteigert werden. Damit wächst die Gemeinschaft der Festivalfreunde stetig weiter.
Schatzmeisterin Martha Müller gab anschließend einen Überblick über die Finanzen des Vereins. Der Förderverein blickt dabei vorausschauend auf das große Jubiläumsjahr 2026, für das ein erhöhter Beitrag an das Festival vorgesehen ist. Kassenprüferin Elisabeth Müller bestätigte die ordnungsgemäße und sorgfältige Kassenführung.
Im Anschluss wurde der amtierende Vorstand einstimmig für weitere drei Jahre im Amt bestätigt – ein Zeichen des Vertrauens und der Kontinuität in der erfolgreichen Vereinsarbeit.
Als Höhepunkt des Abends präsentierte Intendant Alexander Steinbeis exklusiv das neue Festivalprogramm für den Jubiläumssommer 2026 unter dem Motto „40 Jahre Kissinger Sommer“. Die Mitglieder des Fördervereins dürfen sich dabei über ein besonderes Privileg freuen: Sie erhalten ein mehrwöchiges Vorbuchungsrecht, bevor das Programm am 17. November der Öffentlichkeit vorgestellt wird.
Die Versammlung endete in angeregten Gesprächen und Vorfreude auf die kommenden musikalischen Höhepunkte – ein Abend ganz im Geist des Kissinger Sommers: engagiert, lebendig und voller gemeinsamer Begeisterung für die Musik.
22.07.2025
Erfolgreicher Abschluss des Kissinger Sommers 2025
Mit einem gefeierten Abschlusskonzert im Max-Littmann-Saal ist der 39. Kissinger Sommer am 20. Juli 2025 zu Ende gegangen. Unter dem Motto »Je ne regrette rien« bot das internationale Musikfestival 59 hochkarätige Veranstaltungen – mit einer Auslastung von über 83 Prozent und mehr als 22.000 verkauften Tickets sogar leicht über dem Vorjahr.
Frankreich stand im Zentrum des Programms, das Intendant Alexander Steinbeis zum vierten Mal verantwortete. Neben prominenten Orchestern und Weltklasse-Solistinnen überzeugte das Festival auch mit offenen, kostenfreien Formaten und digitalen Konzertangeboten. Der Symphonic Mob, der Techno-Rave »French Dressing« und über 20.000 Online-Zugriffe zeugen vom erfolgreichen Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne.
Das Jubiläum »40 Jahre Kissinger Sommer« wird vom 11. Juni bis 18. Juli 2026 gefeiert.
Impressionen des diesjährigen Festivals sind hier abrufbar.
Mehr Informationen zum Thema finden Sie in unserer Pressemeldung.
20.07.2025
Sommerempfang des Fördervereins Kissinger Sommer
Am Samstag den 19.07.2025 fand der traditionelle Sommerempfang des Fördervereins nach dem Konzert der Bamberger Symphoniker unter der Leitung von Manfred Honeck statt.
Bei dem sehr gut besuchten Empfang wurde der Gewinner des diesjährigen Luitpoldreises Jeremie Moreau, Klavier, bekannt gegeben und geehrt.
Der Oberbürgermeister der Stadt Bad Kissingen Dr. Dirk Vogel konnte sich über den jährlichen Spendencheck des Fördervereins freuen, der in diesem Jahr 90.000 € beträgt.


Bider Julia Milberger
21.01.2025
Der Kissinger Sommer und Alexander Steinbeis vereinbaren Vertragsverlängerung bis 2031

Alexander Steinbeis ist seit 2022 Intendant des Kissinger Sommers. Am 21. Januar gaben das Festival und die Stadt Bad Kissingen bekannt, den Vertrag für weitere fünf Jahre von 2027 bis 2031 zu verlängern. Der Vertrag wurde am 21. Januar 2025 von Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel und Alexander Steinbeis im Rathaus Bad Kissingen unterzeichnet.
Mit seinen aufregenden, vielfältigen und hochkarätigen Konzertprogrammen im großartigen Ambiente der historischen Konzertsäle bietet der Kissinger Sommer seit fast 40 Jahren ein Festivalerlebnis ersten Ranges, das Besucherinnen und Besucher aus ganz Deutschland und Europa anzieht – das nächste Festival findet vom 20. Juni bis 20. Juli 2025 statt.
Mehr Informationen und Bildmaterial zum Thema Vertragsverlängerung des Intendanten finden Sie in der Pressemeldung vom Kissinger Sommer.